FAQ


Häufig gestellte Fragen


Allgemeine Fragen:
Donationware:
Technische Fragen:


Wofür braucht man DRI?
Eine Person, sagen wir Bibop, betrachtet einen wunderschönen Sonnenuntergang am Meer und fotografiert die schöne Landschaft mit einer Digitalkamera. Der anschließende Blick auf das Display führt aber zur Ernüchterung. Die Sonne strahlt hell und rot, der Strand und die Dünen sind jedoch nicht zu erkennen, da komplett dunkel. Der enttäuschte Bibop versucht einen zweiten Anlauf und zielt mit dem eingebauten Belichtungsmesser auf die dunklen Bereiche, die als schwarz angezeigt werden. Jedoch wird das zweite Foto noch schlechter als das erste, die Sonne ist nun völlig überstrahlt und ein großer Teil des Bildes ist weiß. Bibop denkt sich nun „Warum kann man nicht einfach beide Fotos kombinieren?“. Und genau dort setzt meine Programm an.

Was ist der Kontrastumfang eines Fotos?
Der Kontrastumfang bzw. Dynamikumfang ist der Unterschied zwischen hellster und dunkelster Stelle im Motiv, die ein Bildsensor gleichzeitig wiedergeben kann. Alle helleren Stellen bildet er weiß ab, alle dunkleren schwarz - dort ist also nichts mehr zu erkennen. Der Dynamikumfang eines Fotos ist nicht nur ausschlaggebend für das eventuelle Fehlen von Bildinformationen, sondern beeinflusst die Wirkung auf den menschlichen Betrachter, der einen großen Kontrastumfang erwartet, denn das menschliche Auge ist sehr stark adaptierbar und wird daher oftmals als Maßstab für den Kontrastumfang benutzt. Während das menschliche Auge einen hohen dynamischen Bereich wahrnehmen kann, können digitale oder analoge Kameras nur einen sehr eingeschränkten Dynamikbereich abbilden. Aufgrund helligkeitstypischer Mechanismen in der Netzhaut unterscheidet man zwischen Helligkeits- und Dämmerungssehen (angls. photopic bzw. scotopic range) und einem Bereich dazwischen (mesopic). Das Licht der Sonne ist beispielsweise um den Faktor 10^6 intensiver als das Licht des Mondes. Durch Adaption kann sich das visuelle System des Menschen über einen Leuchtdichtebereich von nahezu 14 logarithmischen Stufen anpassen. Die eingeschränkte Aufnahmefähigkeit digitaler und analoger Kamera führt dazu, dass durch Unter- bzw. Überbelichtung Informationen der zugrunde liegenden Szene verloren gehen. Dieser negative Effekt trifft besonders bei harter Lichteinstrahlung oder Nachtaufnahmen auf, bei denen große Kontrastunterschiede das Bild dominieren. Schwierige Lichtsituationen lassen viele Leute hinter der Kamera verzweifeln. Die Automatikmodi der vielen Digitalkameramodelle haben für solche extremen Lichtverhältnisse auch keine Lösung parat.

DRI und HDR, wo sind da die Unterschiede?
Durch die zunehmende Popularität von Digitalbildern mit hohem Dynamikumfang wächst auch die Bandbreite an Begriffen und Verbegrifflichungen für diese Techniken. Fälschlicherweise werden oftmals Bilder im Internet mit hohem Dynamikumfang als HDR-Bilder betitelt. Deswegen möchte ich nachfolgend kurz auf die genauen Unterschiede eingehen, sowie auf die unterschiedlichen Verfahren zur Erstellung der Dateien.

High Dynamic Range
Für die Erstellung eines HDR-Bildes muss man eine Belichtungsserie aufnehmen. Ein HDR-Bild repräsentiert die Tonwerte jedes einzelnen Bildpunktes mit 32-Bit pro Farbkanal und in Gleitkommadarstellung. Daher kann man mit Hilfe eines HDR Bildes den gesamten Tonwertumfang einer Szene aufzeichnen. Eine HDR-Datei ist also eine Datei, die durch Kombination der Einzelaufnahmen einen Kontrastumfang von 100.000:1 oder mehr beinhalten kann. HDR-Bilder können auf einem handelsüblichen Monitor nicht dargestellt werden, da diese lediglich einen Kontrastumfang von 100:1 bis 1000:1 darstellen können. Dies macht eine Bildbearbeitung oder einen Druck in diesem Format daher unmöglich. Um HDR-Bilder auf normalen Bildschirmen darstellen zu können muss der hohe Kontrastumfang durch ein Tone Mapping zu einem LDR-Bild reduziert werden. Zur Zeit existieren verschiedene Tone Mapping Algorithmen, die unterschiedlich komplex sind. Generell unterscheidet man zwischen zwei Gruppen: bei globalen Operatoren wird bei der Umformung eines Bildpunktes nur die Helligkeit des Punktes an sich sowie die Gesamtcharakteristik des Bildes berücksichtigt. Wobei hingegen bei lokalen Operatoren zusätzlich das lokale Umfeld des Bildpunktes berücksichtigt wird. Globale Operatoren können hinsichtlich der Rechenzeit überzeugen, jedoch sind die Ergebnisse bei lokalen Operatoren weitaus realistischer da eine lokale Kontrastanpassung durchgeführt wird. HDR-Bilder sind also Dateien, deren Informationsgehalt die heutigen Visualisierungstechniken überfordert. Eine alternative Technik, um LDR-Bilder mit hohem Kontrastumfang zu erstellen, ist Dynamic Range Increase.

Dynamic Range Increase
Beim DRI wird wie bei der Erstellung eines HDR-Bildes eine Bildserie benötigt. Jedoch wird bei der Erstellung eines DRIs niemals ein HDR-Bild als Zwischenprodukt erstellt. Diese Technik benutzt das sogenannte Exposure Blending, um die Einzeldateien zusammenzusetzen. Beim Exposure Blending werden die Einzelbilder der Bildserie iterativ miteinander verarbeitet, beginnend bei der längsten Belichtung, also dem hellsten Bild. Im hellsten Bild werden die hellsten Bereiche maskiert und mit einer weichen Auswahlmaske mit der nächst kürzeren Belichtung überblendet. Es existiert also zu keiner Zeit ein HDR-Bild, das den kompletten Kontrastumfang der Szene umfasst, denn man arbeitet durchgehend mit 8-Bit oder 16-Bit RGB Bildern. Eine ausführliche Anleitung zur manuellen Durchführung von DRI findet man zum Beispiel auf der Internetseite von Achim Blum.

Warum DRI und nicht HDR?
Die Resultate der beiden Verfahren sind verblüffend ähnlich, wenn man das Tone Mapping auf das HDR-Bild richtig anwendet. Jedoch erscheinen DRI-Bilder oftmals realistischer als HDR-Bilder. Das optimale Tone Mapping für eine spezifischen Szene zu finden kann sehr lange dauern. In meiner Applikation automatisiere ich das DRI-Verfahren, da es natürlichere Ergebnisse liefert. Das automatisieren der DRI-Arbeitsschritte erlaubt außerdem eine bessere Live-Vorschau des Endprodukts, da die Berechnungen in Echtzeit durchgeführt werden können. Weiterhin ist es nicht notwendig die spezifische Kamerakurve zu rekonstruieren, da man diese für das Exposure Blending nicht benötigt. Für bestimmte Bilder/Szenen eignet sich jedoch HDR/Tonemapping besser. Manchmal können Tagaufnahmen mit DRI nicht überzeugen, da der Kontrast in den mittleren Helligkeitsbereichen nicht besonders stark ist und die Bilder "matschig" aussehen lässt. Jedes Verfahren hat seine Stärken und Schwächen. Einen Foto-Vergleich der Beiden Techniken habe ich außerdem hier gefunden. Achten Sie stets darauf, dass ihr Bildserie nicht zu viele Bilder umfasst und der Unterschied zwischen den Einzelbildern groß genug ist.

Kann man ein DRI aus einer RAW-Datei erstellen?
Ja, das geht. Dazu muss man das RAW in einem RAW-Konverter öffnen und mit verschiedenen Belichtungen abspeichern. Diese lädt man dann einfach in den DRIMaker wie eine normale Bildserie.

Was ist Donationware?
Bei der Donationware (von engl. "donation": Spende) handelt es sich um Freeware, wobei der Autor um eine 'Spende' in beliebiger Höhe bittet, um die durch Weiterentwicklung oder Verbreitung der Software entstehenden Kosten zu kompensieren (zum Beispiel Server-Kosten). Wenn einem das eingesetzte Programm gut gefällt, und man es regelmäßig im Einsatz hat, sollte man über eine dementsprechende 'Spende' nachdenken.
Siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Donationware.

Warum Donationware?
Ich bin der Meinung, dass man für kleine Tools und Helferlein nur so viel Geld bezahlen sollte, wie es einem persönlich auch Wert ist. Ich freue mich auch über einen Euro als Spende, für mich ist es hauptsächlich eine Anerkennung für meine Arbeit und Zeit, die ich in mein Programm investiert habe. Außerdem wäre es schön wenn ich die Serverkosten damit decken könnte. Werbung auf meiner Seite kommt nicht in Frage.

Lohnt sich Donationware?
Nein. Umgerechnet auf die Anzahl der Downloads habe ich pro Download bislang weniger als 1 Cent bekommen. Umgerechet auf einen Stundenlohn wären das weniger als 10 Cent pro Stunde. Wenn man also mit einer Software wirklich Geld verdienen möchte, sollte man sie besser als Shareware anbieten. Oder das Programm so gut machen, dass jeder dafür auch spendet ;-)
Mehr zum Thema in einem Artikel auf www.netzwelt.de.

Wird der DRIMaker irgendwann Geld kosten?
Eigentlich möchte ich an der idee "Donationware" festhalten.

Wenn ich mein Bild abspeicher ist es nur so groß wie die Vorschau!?
Sie haben vergessen den Knopf "Volle Auflösung" vor dem speichern zu drücken. Es wird immer genau das Bild gespeichert, das im Hauptfenster angezeigt wird. Unter dem Hauptfenster kann man zu jeder Zeit sehen, um was für ein Bild es sich gerade handelt.

Funktioniert DRIMaker auch unter Mac OS 10.3?
Nein, leider nicht. Erst ab Mac OS 10.4, da bestimmte Bibliotheken erst seit dieser Version unterstützt werden.

Die Vorschau und die volle Auflösung sind unterschiedlich! Warum?
Dieser Fehler sollte ab Version 0.9b behoben sein. Sollten Sie trotzdem Bilder besitzen, bei denen dieser Fehler auftritt, würde ich mich sehr über eine Zusendung freuen :-)

Welche Bildformate werden unterstützt?
Zur Zeit nur 8/16-Bit JPEG und TIFF. Sie können Ihre Bilder auch als 8- oder 16-Bit Bild speichern, die Farbtiefe wird nämlich nicht verändert. (Die Newsmeldung von Digitalkamera.de sagt leider etwas anderes...)

Gibt es den DRIMaker bald auch für Windows oder Linux?
Nein, leider nicht. Ich habe nicht genug Zeit um das Programm zu portieren.

Gibt es den DRIMaker bald auch auf chinesisch?
Ich hoffe ja! Ich warte auf lokalisierte Versionen der GUI :-)

Warum ist DRIMaker gerade abgestürzt?
Ich weiß es nicht. ;-)
Sicher ist aber, dass ich weiterhin am Programm arbeite und versuche das Programm 100% absturzsicher zu machen.

Meine Bilder sind auch nach dem ausrichten nicht deckungsgleich! Was nun?
DRIMaker kann bislang nur Verschiebungen in horizontaler und vertikaler Richtung ausgleichen. Wenn einzelne Bilder rotiert sind oder gar verzerrt, müssen Sie auf eine spätere Version warten oder in einem Bildbearbeitungsprogramm die Bilder manuell ausrichten und entzerren. Nehmen Sie ihre Bildserie am besten immer mit Stativ und Fernauslöser/SVA auf.

Meine Bilder sehen sehr matschig aus!
Ein großer Nachteil von DRI ist die flaue Farbgebung bei Motiven, die von vornherein nur einen geringen Kontrastumfang aufweisen. Meiner Meinung nach eignet sich für solche Fotos dann ein Tonemapping-Verfahren besser. Achten Sie ausserdem darauf, dass kein zu helles Bild in der Serie ist. Weniger Bilder sind oftmals besser als zu viele!

Mein Ergebnisbild ist ziemlich enttäuschend. Was habe ich falsch gemacht?
Eine große Fehlerquelle ist eine schlechte Bildserie/Belichtungsserie. Verlassen Sie sich nie auf die Automatik der Kamera! Wie man eine Bildserie optimal aufnimmt können Sie hier nachlesen. Wenn Ihre Bildserie jedoch gut ist, ist der DRIMaker schuld. Verlangen Sie Ihre Spenden zurück!

Wie groß dürfen die Dateien, die ich bearbeiten will, sein?
Die Größe Der Bilddateien spielt in der Regel keine Rolle. Sie können also auch Ihre 100 Megapixel TIFF Bilder laden und eine live-Vorschau genießen, da die Vorschau nur auf Thumbnails der Dateien berechnet wird. Das Berechnen der vollen Auflösung wird dann aber etwas länger dauern.

Warum ist die live-Vorschau so langsam, wenn ich die Slider bewege?
Weil ihr Rechner so langsam ist. ;-)
Wenn Sie einen Intel-Mac oder G5 besitzen, sollte dieser jedoch schnell genug sein.

Ich habe ein tolles Bild mit dem DRIMaker erstellt! Was nun?
Schicken Sie es mir zu, ich freue mich und intergriere es in meine DRIMaker Galerie.

Mein Bild ist viel zu hell und matschig!
Wahrscheinlich ist die Bildserie nicht optimal. Oftmals ist das hellste Bild viel zu hell. Schmeissen Sie am besten mal die hellsten Bilder aus der Serie heraus und arbeiten Sie kreativ mit den Reglern. Wenn der Schwellwert-Regler nicht bewegt wird, verändert sich auch nicht das Bild. Bearbeiten Sie die gleichen Bilder manuell mit Photoshop. Ist das Ergebnis dort besser, versuchen Sie die Anzahl der Bilder im DRIMaker auf das nötigste zu verringern.

© 2007 Jasper Grahl. Meine private Website: http://www.jaspergrahl.de. Goto english page